Brakel (red). Erneut ist es in Brakel zu einem Brand gekommen: In den frühen Morgenstunden des Samstags geriet in der "Ostheimer Straße" abermals ein Feuer aus bislang ungeklärter Ursache in Brand – mutmaßlich erneut gelegt. Der sogenannte Feuerteufel, der die Stadt seit Monaten in Atem hält, könnte damit wieder zugeschlagen haben. Diesmal hätte der Vorfall jedoch deutlich dramatischer enden können.
Gegen 3 Uhr wurden Anwohner durch ein ungewöhnliches Knistern aus dem Schlaf gerissen. Als sie der Ursache nachgingen, bot sich ihnen ein erschreckendes Bild: In einem Unterstand standen mehrere Mülltonnen bereits in Vollbrand. Die Flammen breiteten sich rasch aus und griffen auf ein angrenzendes Wohngebäude über. Die alarmierte Feuerwehr der Kernstadt Brakel reagierte schnell und erhöhte aufgrund der Gefahr für das Gebäude zügig die Alarmstufe.
Feuer greift auf Wohngebäude über
Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass Rauch und Feuer in Teile des Hauses eindrangen. In der Folge musste die Alarmstufe nochmals angehoben werden, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Einsatzkräfte kämpften über mehrere Stunden gegen die Brandausbreitung im Gebäudeinneren. Erst in den Morgenstunden konnte Entwarnung gegeben werden.
Dass bei dem Brand niemand verletzt wurde, grenzt laut Einsatzkräften an Glück. Wären die Bewohner nicht rechtzeitig auf das Feuer aufmerksam geworden, hätte der Vorfall auch tödlich enden können.
Hinweise auf möglichen Verdächtigen
Besonders brisant: Nach Aussagen von Anwohnern soll ein Verdächtiger bereits bekannt sein. Dieser habe sich kurz vor Ausbruch des Feuers in der Nähe des Tatorts aufgehalten. Offiziell bestätigt sind diese Angaben bislang jedoch nicht.
Die Polizei ermittelt mit Hochdruck und bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Der aktuelle Vorfall reiht sich in eine Serie von Brandstiftungen ein, die die Stadt seit Monaten beschäftigt. Seit 7. Dezember 2025 wurden bereits mehr als sieben Brände in verschiedenen Straßen gemeldet. Die wiederholten Taten sorgen zunehmend für Verunsicherung unter den Bewohnern. Die Ermittlungen dauern an.
Foto: Timo Hellwig