Kreis Höxter (red). Ein schweres Gewitter mit Starkregen und Sturmböen hat am Freitagabend, den 29. Mai, zahlreiche Feuerwehren und Polizeikräfte im Hochstift beschäftigt. Innerhalb weniger Stunden mussten die Einsatzkräfte auch im Kreis Höxter laut den Behörden insgesamt 62 wetterbedingte Einsätze bewältigen. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Im Nachbarkreis Paderborn registrierten Feuerwehr und Polizei 77 Einsätze. Im Kreis Höxter wurden am Abend 62 Einsätze gezählt. Die meisten Alarmierungen standen im Zusammenhang mit umgestürzten Bäumen, die Straßen blockierten oder Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen und Bahnanlagen verursachten. Im Kreis Höxter wurde eine sogenannte Flächenlage ausgerufen, hieß es von einem Feuerwehrsprecher. Besonders schnell würden die Bäume und Sträucher umstürzen, weil sie belaubt seien und dadurch eine größerer Angriffsfläche bieten würden, so der Sprecher weiter.
Im Kreis Höxter konzentrierten sich die Einsätze vor allem auf die Städte Bad Driburg, Brakel, Höxter und Willebadessen. Aber auch in den anderen Städten waren mehrere Einsätze zu verzeichnen. In Steinheim stürzte ein Baum auf eine Bahnstrecke und geriet anschließend in Brand. Die Einsatzkräfte konnten die Situation jedoch rasch unter Kontrolle bringen. Auch noch am nächsten Morgen mussten die Feuerwehren der Städte zu weiteren umgestürzten Bäumen ausrücken, die Fahrbahnen und Gehwege versperrten, was vielerorts erst am frühen Morgen aufgefallen war. Trotz der zahlreichen Schäden und des erheblichen Einsatzaufkommens verlief das Unwetter vergleichsweise glimpflich. Nach Angaben der Behörden kamen im gesamten Hochstift zum Glück keine Menschen zu Schaden. Die Aufräumarbeiten dauerten teilweise noch bis in die Nachtstunden an.
Foto: Freiwillige Feuerwehr Willebadessen