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Montag, 01. Juni 2026 Mediadaten
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Brakel-Bökendorf (TKu). Mit langanhaltendem Applaus, stehenden Ovationen und mehr als 900 begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern feierte die Freilichtbühne Bökendorf am vergangenen Sonntag die Premiere vom Kinderstück „Shrek – Das Musical“. Die aufwendige Inszenierung nach dem erfolgreichen DreamWorks-Animationsfilm erwies sich als gelungener Auftakt der diesjährigen Spielsaison und begeisterte das Publikum mit einer Mischung aus Humor, Herz, Musik und einer wichtigen Botschaft über Toleranz und Selbstakzeptanz. Eröffnet wurde die Premierenveranstaltung von der Vorsitzenden der Freilichtbühne Bökendorf, Verena Becker, sowie dem Bürgermeister der Stadt Marienmünster, Alexander Kleinschmidt. Beide begrüßten die zahlreichen Gäste und würdigten das außergewöhnliche Engagement der vielen ehrenamtlichen Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen.

Die Rahmenbedingungen hätten dabei kaum spannender sein können. Während zeitgleich Gewitter, Starkregen und teils kräftige Sturmböen durch den Kreis Höxter zogen, schien die Freilichtbühne unter einem besonderen Schutz zu stehen. Zwar fielen während der Aufführung einige Regentropfen, doch die großen Unwetter machten während der Aufführung einen Bogen um Bökendorf. Unter der Regie von Andreana Clemenz, der musikalischen Leitung von Marin Subasic und der Choreografie von Linda Geers entstand eine Produktion, die in allen Bereichen überzeugte. Das insgesamt 71-köpfige Ensemble zeigte eindrucksvoll, wie viel Leidenschaft, Talent und Teamgeist in der Freilichtbühne Bökendorf steckt.

In den Hauptrollen glänzten Jonas Fromme als Shrek, Malte Loermann als Esel, Jule Loermann als Prinzessin Fiona und Nico Droste als selbstverliebter Lord Farquaad. Gemeinsam mit 67 weiteren Darstellerinnen und Darstellern sorgten sie für einen unterhaltsamen und ebenso für einen emotionalen Theaternachmittag. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Oger Shrek, der zurückgezogen in seinem Sumpf lebt und seine Ruhe genießt. Doch als Lord Farquaad sämtliche Märchenwesen aus dem Königreich Duloc vertreibt und diese ausgerechnet in Shreks Sumpf Zuflucht suchen, gerät sein Leben aus den Fugen. Um sein Zuhause zurückzubekommen, lässt sich Shrek auf einen Handel mit Farquaad ein: Er soll die im Turm eines feuerspeienden Drachen gefangene Prinzessin Fiona retten.

Auf seiner Reise begegnet Shrek dem quirligen und unaufhörlich redenden Esel, der schnell zu seinem treuesten Begleiter wird. Was zunächst als Zweckgemeinschaft beginnt, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer tiefen Freundschaft. Gemeinsam bestehen sie zahlreiche Abenteuer und retten schließlich Fiona aus ihrer Gefangenschaft. Doch die eigentliche Stärke des Musicals liegt nicht allein in seiner humorvollen Handlung, sondern in seiner Botschaft. Fiona ist keineswegs die klassische Märchenprinzessin. Sie ist mutig, schlagfertig und trägt ein großes Geheimnis mit sich: Nachts verwandelt sie sich durch einen Fluch selbst in einen Oger. Während Shrek glaubt, aufgrund seines Aussehens niemals geliebt werden zu können, kämpft auch Fiona mit Selbstzweifeln und der Angst vor Ablehnung.

Mit bekannten Songs wie „Schöne strahlende Welt“, „Was für'n Märchen ist das?“, „Wie geht's, Duloc?“, „Wanderlied“, „So möchte ich sein“ oder dem großen Finale entwickelte sich die Aufführung zu einem abwechslungsreichen musikalischen Erlebnis. Besonders die aufwendig gestalteten Chorszenen und die beeindruckenden Tanznummern sorgten immer wieder für Szenenapplaus. Auch die technische Umsetzung überzeugte. Die fantasievollen Kostüme, die detailreichen Kulissen und die stimmungsvolle Lichtgestaltung ließen die Welt von Duloc und den Märchenfiguren lebendig werden. Besonders die Szenen mit dem Drachen sowie die zahlreichen Märchenwesen sorgten bei den jüngeren Besuchern für leuchtende Augen. Am Ende wurde deutlich, warum „Shrek“ weit mehr ist als eine humorvolle Märchengeschichte. Das Musical erzählt von Freundschaft, Mut, Selbstvertrauen und davon, dass wahre Schönheit nicht im äußeren Erscheinungsbild liegt. Eine Zuschauerin brachte die Botschaft des Stücks treffend auf den Punkt: „Die Schönheit des Unperfekten: Das Musical Shrek zeigt, dass wahre Schönheit nicht in Perfektion liegt, sondern im Anderssein, in Selbstakzeptanz, Mut und dem Mut, man selbst zu sein. Es feiert Eigenheiten, Freundschaft und Menschlichkeit mit Humor und Herz.“

Mit großem Engagement, professioneller Umsetzung und spürbarer Spielfreude gelang dem Ensemble bei der Premiere ein Saisonauftakt, der Lust auf mehr macht. Wer die Premiere verpasst hat, muss jedoch nicht traurig sein. Bis Anfang September stehen zahlreiche weitere Aufführungen auf dem Spielplan. Doch schon jetzt ist die Nachfrage nach Eintrittskarten hoch und viele Veranstaltungen sind bereits gut gebucht. Weitere Informationen zu den Aufführungsterminen und Tickets gibt es auf der Internetseite der Freilichtbühne Bökendorf www.Freilichtbuehne-Boekendorf.de.

Fotos: Simone Kube

 

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